Sicherheit von Autogas

Bremsscheibe, die als Symbol für die Sicherheit von Autogas dienen soll

Autogas ist eine ausgezeichnete Alternative zu den herkömmlichen Kraftstoffen. Mit ca. 0,70 € pro Liter kann man nicht nur billiger tanken, sondern nebenbei auch noch umweltfreundlicher als Benzin oder Diesel. Etwas, das auf den ersten Blick jedoch gegen den Einbau einer Lpg-Anlage sprechen könnte, wäre der mögliche Aspekt hinsichtlich der Sicherheit, die womöglich nach einer Umrüstung nicht mehr oder nur unzureichend gewährleistet wäre. Man kann aber beruhigt sein, denn diese Befürchtung ist vollkommen unbegründet. Der Grund dafür ist, dass nach einer Umrüstung eines Fahrzeuges eine Autogas Abnahme durch eine anerkannte Prüfstelle (z.B. TÜV oder Dekra) erfolgen muss.

Abnahme durch eine anerkannte Prüfstelle

Diese erstmalige Prüfung unmittelbar nach dem Einbau nennt sich Gassystem-Einbauprüfung. Danach gibt es alle 2 Jahre eine weitere Prüfung, welche sich Gasanlagenprüfung nennt und zusammen mit der im Regelfall ebenfalls alle 2 Jahre nötigen Hauptuntersuchung durchgeführt werden kann. Überprüft wird bei der Abnahme unter anderem das Funktionieren, die Dichtigkeit und eben auch die Sicherheit der eingebauten Anlage. So unterliegt die Umrüstung auf Autogas zahlreichen Sicherheitsvorschriften, welche bei Nicht-Einhaltung bei der Abnahme durch Sachverständige der Prüfstelle dazu führen, dass die Anlage nicht abgenommen wird. Die Folgen wären dann, dass bedenkliche Bauteile ausgetauscht werden müssten, Veränderungen vorgenommen werden müsste oder die Autogas-Anlage im schlimmsten Fall sogar wieder ausgebaut werden müsste, das wiederum ärgerlich wäre und zu unnötigen und Kosten führen würde.

Autogasfahrzeuge in Tiefgaragen/Parkhäusern

In einigen wenigen Tiefgaragen und Parkhäusern ist das Parken von Fahrzeugen mit einer Flüssiggas-Anlage verboten. Das ist heutzutage aber eher selten vorzufinden. Grund für dieses Verbot ist der, dass bei einem möglichen Austritt von Autogas (Lpg) sich dieses am Boden sammelt und eine "Pfütze" bildet, da Flüssiggas schwerer ist als Luft. So könnte ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen, wenn das Gas nicht entweicht, sich entzündet und so ein Brand entsteht.

Da Lpg, welches sich aus Propan und Butan zusammensetzt, geruchlos ist, wird dem Flüssiggas aus Sicherheitsgründen ein Geruchsstoff (ein so genanntes Odorierungsmittel) beigemischt, damit ein unerwarteter Austritt des Gases rechtzeitig erkannt wird.

Sicherungssysteme

Damit die nötige Sicherheit beim Betrieb der Autogasanlage gewährleistet wird, gibt es einige Sicherheitsmechanismen. Beim Beispiel eines Auffahrunfalls oder bei einem Brand muss der Autogastank so stabil sein, dass dieser nicht explodiert, das Flüssiggas sich entzündet und unkontrolliert brennt. Dafür sorgen unter anderem die stabile Konstruktion durch das verwendete Material (Stahl) und darüber hinaus bestimmte Sicherheitsventile. Im Ernstfall wird das Gas über diese kontrolliert abgelassen und kann so wiederum kontrolliert brennen, ohne dass es zu großen Verpuffungen oder Explosionen kommt. Man kann also mit gutem Gewissen sagen, dass Gasautogas sicher sind.
Mehr zum Thema Autogas und Sicherheit finden Sie auf Heise und ADAC, die über das Verhalten von auf Autogas umgerüsteten Fahrzeugen nach einem Crashtest berichten und informieren, wie sicher Flüssiggas-Anlagen sind.